Unser Programm

UNSER PROGRAMM

W ! R hat es sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe der Bürgermitbestimmung im Bereich Reinfelder Angelegenheiten die Sicherung und Hebung der Lebensqualität aller Reinfelder Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt des politischen Wirkens zu stellen.

POLITISCHE WILLENSBILDUNG

W ! R sieht in der Bürgerbeteiligung an politischen Entscheidungen eine wesentliche Grundlage ihrer kommunalpolitischen Arbeit. Transparenz und Bürgerbefragungen in Fragen, die die Lebensqualität betreffen, sind Leitlinien dieser Arbeit.

W ! R will eine projektbezogene Willensbeteiligung der Bürger. Dabei sollen besonders diejenigen berücksichtigt werden, die durch politische Vorhaben betroffen sind. Bei größeren Projekten der Stadt Reinfeld soll die Zustimmung der Einwohner z.B. mit Hilfe einer Bürgerbefragung eingeholt werden. In besonderen Fällen kommt für die W ! R auch die weitreichendste Form der Bürgermitbestimmung, nämlich ein Bürgerentscheid in Frage.

FINANZ- UND HAUSHALTSPOLITISCHE FRAGEN

W ! R geht davon aus, dass die Zukunft gekennzeichnet ist von der Notwendigkeit finanzpolitischer Einschränkungen. Umso mehr müssen auch betriebswirtschaftliche Grundsätze bei der Haushaltsführung Beachtung finden und Folgekosten von Maßnahmen sowie von Alternativen genauestens erwogen werden. Das kommunale Ausgabeverhalten muss in einem verantwortbaren Verhältnis zur Einnahmesituation stehen. Eine sparsame Haushaltsführung ist daher unabdingbar. Größere Ausgabeposten hängen für W ! R von einer entsprechend großen Akzeptanz der Bürger ab, die in Bürgerversammlungen oder durch Umfragen einzuholen ist.

SOZIALE ANGELEGENHEITEN

W ! R geht insbesondere im sozialen Bereich bei allen Betrachtungen und Entscheidungen davon aus, dass die Situation der schwächeren Mitglieder unseres Gemeinwesens, d.h. die der Kinder, der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie auch der Behinderten berücksichtigt werden. Die Arbeit des Kinder- und Jugendbeirates und der Kinder-beauftragten soll durch entsprechende Mittelzuweisungen gewährleistet bleiben! Die Stelle eines Seniorenbeauftragten ist dringend wieder zu besetzen.

SPORT UND SCHULE

W ! R tritt für eine gesundheitsorientierte Förderung des Breitensports ein. Die Schule soll als Ort sozialer Begegnung geschützt werden. Dies möchte W ! R erreichen durch eine überschaubare Anzahl von Klassen bzw. Schülern pro Klasse. Gleichfalls sind die Schulwege für viele Grundschüler zu verbessern.

W ! R unterstützt das vielfältige Vereinsleben als Stätte gesellschaftlicher Beteiligung und Schwerpunktbildung für Bürgerinnen und Bürger.

W ! R möchte, dass das Angebot auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung wenigstens auf dem jetzigen Stand gehalten wird, ebenso auch im Bereich allgemeiner kultureller Veranstaltungen wie Musikabende, Dichterlesungen und Vorträge.

W ! R wird sich weiter für die Sanierung der Matthias-Claudius-Schule einsetzen. Die Reinfelder Grundschule ist eine der größten in Schleswig-Holstein. Etliche Gebäudeteile sind innen wie auch außen dringend sanierungsbedürftig.

W ! R will die vorhandenen Sportanlagen in der Stadt erhalten und grundliegend sanieren. Die Leichtathletik-Anlagen sind dringend erneuerungsbedürftig. Eine Verlegung an den Rand der Stadt und eine Bebauung der bestehenden Sportanlagen wird abgelehnt. Die Errichtung eines Kunstrasenplatzes ist dringlich.

KINDER UND JUGEND

W ! R setzt sich dafür ein, insbesondere für Kinder und Jugendliche die stadtnahen Landschaftsgebiete als Erlebnisräume natürlicher Lebenskreisläufe zu erhalten und zu verbessern. Bei neuen Bebauungsplänen sind kinderfreundliche Naturerlebnisflächen als Übergang von der Bebauung in die freie Landschaft im Wege der Grünordnungsplanungen festzusetzen. Damit Kinder in ihrer unmittelbaren Wohnungsnähe unbeschwert spielen können, müssen mehr Spielstraßen ausgewiesen werden.

W ! R unterstützt eine Kindergartenversorgung, die sich am tatsächlichen Bedarf orientiert. Dazu sollen Privatinitiativen und Kindertagesmütter auf dem Gebiet der Kinderbetreuung gefördert werden.

W ! R setzt sich für die zügige Errichtung eines offenen Jugendzentrums ein unter Selbstverwaltung der Jugendlichen.

W ! R wird die Arbeit des Kinder- und Jugendbeirates sowie die Arbeit der Kinder-beauftragten grundsätzlich weiter unterstützen.

STADTBILD UND UMLAND

W ! R will Reinfeld in seiner besonderen naturnahen und in die Landschaft eingebetteten Lage erhalten sowie die Funktion der Stadt als Stätte der Naherholungssuchenden, als Unterzentrum Nordstormarns und als Pendlerwohnort stärken. Das bedeutet:

Reinfeld als staatlich anerkannten Erholungsort hervorzuheben und diesen Status langfristig zu sichern,

neue Gewerbegebiete so zu planen, dass Grundwasserschutz und andere ökologische Belange, eine sinnvolle verkehrliche Erschließung sowie Lärmschutzvorkehrungen mit möglichst hohem Standard berücksichtigt werden,

eine konsequente Umsetzung des Biotopverbundsystems und eine Vorrangsicherung für die betroffenen Flächen,

die zukünftige Bebauung Reinfelds landschaftsverträglich zu gestalten, d.h. vorrangig das Potenzial für innerstädtische Planungsräume zu nutzen (z.B. Bebauung in der zweiten Reihe).

Fortführung der städtischen Rahmenplanung mit Sanierung des Innenstadtbereiches. Die Neuordnung der Paul-von-Schoenaich-Straße sowie der Oberen Bahnhofstraße schaffen eine Verbesserung der Infrastruktur im Innenstadtbereich. Verbunden hiermit ist eine Aufwertung der Aufenthaltsqualität.

W ! R fordert den Erhalt des Marktplatzes in seiner jetzigen Form. Statt einer baulichen Neugestaltung ist die Sanierung und Öffnung der vorhandenen Toilettenanlage dringend erforderlich

W ! R steht weiterhin steht für eine Erweiterung der Jugendpflege. Hierfür ist eine volle Stelle für Jugendarbeit in Reinfeld erforderlich sowie die Weiterführung und Sicherung der notwendigen Betreuung der Kinder zu bezahlbaren Kosten

W ! R steht dafür, dass die als Landschaftsschutzgebiete gekennzeichneten besonders wertvollen Gebiete, die für Reinfeld charakteristischen Gewässer, die umliegenden Erholungswälder sowie die Biotope in besonderem Maße zu pflegen und durch örtliche Biotopverbundstrukturen (z.B. Aufforstungen, Renaturierungen usw.) aufzuwerten sind,

W ! R möchte die im Innenstadtbereich vorhandenen Grünflächen (z.B. Neuhöfer Park) als "Oasen der Ruhe" erhalten und atmosphärisch aufwerten (z.B. durch mehr Sitzbänke, Begrünungen, gestalterische Maßnahmen usw.),

W ! R setzt sich ein für den Erhalt und die bedarfsorientierte Erweiterung innerstädtischer Parkplätze ein und fordert die Errichtung eines Erhaltungsmanagements für kommunale Straßen und Verkehrswege. Die Systematik eines Erhaltungsmanagements unterstützt die Priorisierung von Maßnahmen, um einem schleichenden Substanzverfall der Straßenbeschaffenheit entgegen zu wirken.

W ! R will verhindern, dass eine der ältesten Gemeinden Schleswig-Holsteins einer Gesichts- und zunehmenden Geschichtslosigkeit zum Opfer fällt. Es wird Aufgabe sein, sich auf eine Identitätspflege Reinfelds zu besinnen. Daher setzt sich W ! R auch für eine konsequente Auslegung der Ortsgestaltungs- und Erhaltungssatzung ein, mit deren Hilfe Reinfelds Stadtbild zukünftig positiv beeinflusst werden soll.

WIRTSCHAFT UND VERKEHR

W ! R ist bestrebt, die Attraktivität der Stadt im Interesse der Reinfelder Bürgerinnen und Bürger und zur Sicherung der Arbeitsplätze zu steigern. In diesem Bemühen ist jedoch ein durch Subventionen bedingter Kampf der Gemeinden untereinander zu vermeiden. Die Reinfelder Gewerbegebiete sind für W ! R optimal an die B75 sowie an die A1 angebunden. W ! R hält daher weiteren Straßen von überörtlicher Bedeutung weder für erforderlich noch für bezahlbar. Ein zukunftsfähiges Verkehrsgesamtkonzept mit gleichrangiger Steuerung der innerstädtischen Verkehrsströme ist als festen Bestandteil in diese Planung einzubauen. Der Busverkehr soll jedermann die schnelle Erreichbarkeit der Innenstadt gewährleisten und muss daher seinen Halteplatz in der P-v-Str. wieder erhalten. Individualverkehr, Fahrradfahrer und Fußgänger sollen durch geplante Änderungen nicht beeinträchtigt werden.

W ! R setzt sich für eine Ausweitung der Tempo-30-Zonen ein und, falls erforderlich, für bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung.

W ! R setzt sich für das Anrufsammeltaxi (AST) ein und einen barrierefreien Zugang zu diesem Transportmittel.

W ! R fordert ein zu schaffendes Reinfelder Radwegenetz auch im Sinne einer vernünftigen Schulwegsicherung und einer Alternative zum Gebrauch des Kfz. Das Radwegenetz ist ein- und anzubinden an die überregionalen Radwegverbindungen.

W ! R geht davon aus, dass der Individualverkehr in Zukunft ständig teurer wird und der öffentliche Nahverkehr rechtzeitig verbessert werden muss. Dazu gehört eine konsequente Verbesserung der Anbindung des Bahnhofs sowohl für Fußgänger als auch für Fahrradfahrer, für die eine qualitative und quantitative Verbesserung des Stellplatzangebotes unumgänglich ist.

W ! R setzt sich für ein Linientaxi ein, welches abgestimmt auf den Fahrplan der Bahn ganztägig ein Streckennetz bedienen sollte.

UMWELT UND GESUNDHEIT

W ! R ist es ein Anliegen von größter Bedeutung, die erlebnisreiche Umwelt für die Bewohner Reinfelds zu schützen und für künftige Generationen zu bewahren. W ! R setzt sich dafür ein, die Reinfelder Bürgerinnen und Bürger soweit wie möglich vor Emissionen wie Lärm und Abgasen jeglicher Art zu schützen. Dies soll vorrangig durch Verminderung bzw. Vermeidung der vielfältigen Ursachen geschehen, nicht durch Behebung der Symptome. Die Reinfelder Trinkwasserbrunnen mit ihrer Wasserqualität gilt es, in ihrer einwandfreien Qualität zu erhalten. Es sollte jedoch ausgeschlossen werden, dass die Landwirtschaft eine Gefahr für das Wasservorkommen darstellt. Vorsorglich ist die Ausweisung eines Trinkwasserschutzgebietes anzustreben. Damit qualifizierte Aussagen über den Zustand von Boden, Wasser und Luft im Verantwortungsbereich Reinfelds gemacht werden können, fordert W ! R die Erstellung eines entsprechenden (Umwelt-) Katasters. W ! R setzt sich für die Gründung eines Umweltbeirates für Reinfeld ein. Für W ! R ist auch die gefühlsmäßige Bindung der Bewohner an ihren Wohnort von Bedeutung. Daher sieht W ! R im Verlangen nach Geborgenheit und der Förderung des Heimatgefühls auch einen wichtigen Aspekt für kommunalpolitisches Handeln.

KULTUR

W ! R setzt sich für die Erhaltung des Heimatmuseums ein und die qualifizierte Modernisierung unter Einsatz von Förder- und Drittmitteln.

W ! R fordern den Erhalt und Rückbau der Alten Schule als Kulturzentrum.

W ! R fordert weiterhin eine gute finanzielle Ausstattung der erfolgreichen kulturellen Veranstaltungen (Stadtfest, LesArt, Kinderstadtfest…), verbunden mit einer Steigerung der Attraktivität.

W ! R setzt sich für den Fortbestand der Volkshochschule (VHS) und für die Modernisierung der städtischen Bücherei ein.

Alle Reinfelder Bürgerinnen und Bürger, die sich angesprochen fühlen, werden gebeten, weitere Anregungen an den Vorstand der W ! R zu richten.

Dieses Programm ist im "offenen Dialog" zwischen Reinfelder Bürgerinnen und Bürgern und der W ! R entstanden. Wir bedanken uns ausdrücklich bei den Gästen unserer Veranstaltungen und wünschen uns für die Zukunft eine weiterhin gute Zusammenarbeit